Problemstellung und Ausgangslage "Klimaresiliente Landwirtschaft"

Im Zuge des Klimawandels sind neue Anbausysteme und Kulturpflanzen nötig, um die landwirtschaftliche Produktion in Zukunft klimaresilienter zu gestalten, besonders in Sachsen-Anhalt, wo bereits heute ein sehr geringes Niederschlagsniveau und erhöhte Temperaturen herrschen.

Aus diesem Grund starteten wir 2019 das Projekt "Superfood aus Sachsen-Anhalt", mit dem Ziel bodenschonende, humusaufbauende und erosionshemmende Bodenbewirtschaftsverfahren weiter zu entwickeln und neue Kulturarten auf ihre Anbauwürdigkeit in der Region zu überprüfen. Gemeinsam mit dem Lehrstuhl Bodenbiogeochemie werden die Versuche auf den Betrieben wissenschaftlich begleitet. 

Innovation und Zielsetzung "Gesunder Boden- gesunde Pflanzen"

Zuden werden im Projekt neue Wertschöpfungsketten auf Basis von innovativen und gesundheitsfördernden sowie in Sachsen-Anhalt produzierten zukunftsfähigen Lebensmitteln aufgebaut. Insgesamt kann somit ein Beitrag zur Klimaanpassung geleistet werden.

Grundlage ist eine Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit auf ausgewählten Landwirtschaftsbetrieben.  

→ Erhöhung des Humusanteils um 0,4 Promille pro Jahr, und somit eine Verbesserung der Wasserhaltefähigkeit und Trockenresilienz des Bodens

→ Fokus bei den Kulturpflanzen = standortangepasste Sorten oder neue Kulturpflanzen aus anderen Trockenregionen der Welt

→ Wissenschaftliche Begleitung neuer Ansätze (z.B. regenerative Landwirtschaft, Ecodyn-System, Direktsaat im Ökolandbau) und Einführung in die Praxis

→ Neue Analyseverfahren zur Schaffung individueller Lösungen für die Pflanzenernährung und Düngungsempfehlung zur Steigerung der Bodenfruchtbarkeit

→ Anbau neuer bisher in Sachsen-Anhalt nicht angebauter trockenresistenter Sorten

Umsetzung bzw. Arbeitsschritte

1. Erprobung und Umsetzung klimafreundlicher Agrarpraktiken, die auf eine Erhöhung des Kohlenstoffgehalts im Boden setzen.

2. Anbau innovativer Kulturpflanzen (sog. „Superoods“, die hohe Konzentrationen von gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen aufweisen)

3. Entwicklung innovativer gesundheitsfördernder Pilotlebensmittel (u.a. Entwicklung von Rezepturen in Kreativ-Koch-Workshops)

4. Entwicklung einer Vermarktungsstrategie

Mitglieder der Operationellen Gruppe (OG):


Assoziiertes Mitglied:

  • Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften

  • Institut für nachhaltige Land- und Ernährungswirtschaft e. V.

Laufzeit: 2019-2023


Weitere Informationen :
Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete.

 

Kontakt:

Zukunftsspeisen OG, Urte Grauwinkel

Straße der Bergarbeiter 21, 06132 Halle (Saale)
0341-3081269, post@zukunftsspeisen.de


September 2020

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