Buchweizen Länderküche

Aktualisiert: 25. Juli

Buchweizen hat in vielen Länderküchen schon lange Tradition. Ob in der russischen oder polnischen Küche, als Galette in Frankreich oder als Soba-Nudel in der japanischen Küche: Buchweizen ist vielseitig einsetzbar. In Deutschland ist er jedoch etwas in Vergessenheit geraten. Zu Unrecht, denn das Pseudogetreide stellt eine gesunde und leckere Bereicherung auf dem Speiseplan dar!



Buchweizen-Länderküche

(Beispiele):

  • Blini: russische Pfannkuchen

  • Galettes: herzhafte Pfannkuchen aus Frankreich

  • Kascha: gerösteter Buchweizen aus Russland

  • Buchweizensterz (Heidensterz): angeröstetes Mehl, das schließlich mit etwas Fett und Wasser aufgekocht wird, bis es eine krümelige breiige Konsistenz annimmt, traditionellerweise aus dem südlichen Österreich/ Slowenien

  • Panhas/ Pannas: Kochwurst mit Buchweizen aus Nordrhein-Westfalen

  • Lüneburger Buchweizentorte


Wie man sieht, lässt sich Buchweizen auf vielfältige Arten weiterverarbeiten. Verschiedene Länderküchen machen es uns vor. So isst man in Russland Buchweizen traditionellerweise als Kascha. Dazu werden die Buchweizenkörnchen vor dem Kochen in Öl angeröstet, bis sie knistern. Anschließend werden sie in der doppelten Menge Wasser gekocht. Hier können noch Lorbeerblätter hinzugefügt werden. Gerne wird Buchweizen dort auch mit Pilzen und Zwiebeln verfeinert oder als süßer Brei gegessen.


In der französischen Galette kommen im Grunde nur Buchweizenmehl, Salz und Wasser zum Einsatz. Manchmal wird noch ein Ei und geschmolzene Butter hinzugefügt. Der Teig sollte am Besten über Nacht , mindestens aber 1,5 Stunden ruhen. Anschließend werden die herzhaften Pfannkuchen in etwas Fett ausgebacken. Traditionellerweise werden sie herzhaft, z.B. mit geriebenem Käse, etwas Schinken, Ei und Tomaten gegessen und ist damit das herzhafte Pendant zum süßen Crèpe. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt und auch eine rein pflanzliche Alternative ist möglich, z.B. mit Pilzen und frischer Tomaten-Kräuter-Soße.


Hier eine eigene Version der Blinis:


Ihr braucht:

  • 125 g Buchweizenmehl

  • 50 g Kartoffelmehl (alternativ:

  • Getreidemehl)

  • 1 TL Backpulver

  • 375ml Haferdrink mit Calcium

  • +-150ml Wasser mit Kohlensäure

  • versetzt (alternativ: 700 ml Wasser

  • ohne Kohlensäure mit 1 TL

  • Backpulver)

  • Rapsöl zum Ausbacken


für süße Blinis noch ergänzen:

Vanille

Rohrohrzucker



So geht's

  1. Alle trockenen Zutaten vermischen und mit dem Haferdrink verrühren.

  2. Mindestens 30 Minuten, besser über Nacht stehen lassen.

  3. Anschließend das Mineralwasser hinzufügen. Nicht zu stark

  4. verrühren, sodass die Kohlensäure erhalten bleibt.

  5. Eine kleine Teigmenge in die Pfanne geben und mit etwas Rapsöl ausbacken.

  6. Die Blinis können sowohl herzhaft als auch süß verzehrt werden. Süße Blinis können mit Apfelmus, Pflaumen, Aprikosen oder Beeren gegessen werden.

  7. Herzhafte Blinis passen z.B. zu herzhaften Dips,Meerrettich-Dips kombiniert mit frischer und glatter Petersilie, Bärlauch, Koriander, Gemüse (Tomate, Gurke, …) oder Salat.




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