Innovative Anbausysteme

Jonas Schulze Niehoff in der Magdeburger Börde 

Der Landwirtschaftsbetrieb Jonas Schulze Niehoff wirtschaftet in der Magdeburger Börde. Diese ist ein sehr ertragreiches Schwarzerdegebiet in Sachsen-Anhalt, westlich von Magdeburg. Sie liegt in der Leelage im Osten des Harzes, d.h. im Regenschatten. Trotz sehr guter Bodenverhältnisse beträgt der Niederschlag im Jahr weniger als 500 mm. Damit gehört die Magdeburger Börde zu den niederschlagsärmsten Gebieten Deutschlands. Das Wasser wird immer mehr zum begrenzenden Faktor.  Aus diesem Grund kommen hier neue Landwirtschaftssysteme und Pflanzen zur Anwendung. 

In den Versuchen 2020 kamen eigener Kompost/ Kompost mit effektiven Mikroorganismen/ Kompost und Biokohle (aus Getreidespelzen)/ Kompost mit Biokohle und effektiven Mikroorganismen zum Einsatz. Als Fruchtart wurde Quinoa angebaut.

2021 werden Pflanzenkohle-Versuche auf einem neuen sehr leichtem Standort in der Westheide mit Hanf angelegt-

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Biogut Thiessen  im Südfläming

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Das Biogut Robin Gürth wirtschaftet im Südfläming.  Maßgeblichen Einfluss auf das Klima des Gebietes haben der  Regenschatten des Harzes und die sandige Umgebung im Fläming. Ebenfalls bildet die Elbe als klimatischer Faktor eine Wetterschneise. 
Die Speicherung von Wärme in den sandigen Sedimentschichten kann zu klimatischen Phänomenen führen, wie Tornados. Neben dem leichten Bodenstandort wird das Wasser immer mehr zum begrenzenden Faktor.  Aus diesem Grund kommen hier neue Landwirtschaftssysteme und innovative klimaangepasste Pflanzen zur Anwendung.  Seit mehreren Jahren baut Familie Gürth Champagnerroggen, alte Getreidearten und Ölfrüchte an.

In den Versuchen 2020 kommen eigener Rinderdung/ Rinderdung und Biokohle (aus Getreidespelzen) zum Einsatz. Als Fruchtart wird Rispenhirse angebaut.  

2021 wurde die Pflanzenkohlemenge nonch enmal erhöht und es wird Hanf angebaut.

Kleine Feldwirtschaft Landsberg und Biophilja Permakulturhof Halle-Osendorf

Die Kleine Feldwirtschaft in Landsberg arbeitet nach dem Prinzip der Solidarischen Landwirtschaft.

Biophilja in Halle-Osendorf ist eine Permakulturgärtnerei, die vordergründig Gemüse anbaut. Die Bodenbedingungen sind gut, für den Gemüseanbau war in den letzten Jahren ebenfalls das Wasser ein begrenzender Faktor. 

Um die Wasserhaltefähigkeit im Boden zu unterstützen und den Unkrautdruck zu reduzieren, wurden 2020 verschiedene Mulchsysteme in Versuchen angelegt, so mit Schafwollmatten, Untersaat und Mulch.  

2021 werden in beiden Gärtnereien ZUKUNFTSGärten mit drei Arealen: MILPA-System, Klimagarten mit klimaangepaßten Leguminosen und Getreidearten und mit mehrjährigen Waldgarenpflanzen angelegt

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Gut Etzdorf Teutzschenthal

​Das Naturgut Etzdorf wirtschaftet im Saalkreis bei Teutzschenthal. Auf sehr guten Böden fehlt jedoch das Wasser durch den Regenschatten des Harzes.

Die andauernde Trockenheit hat den Betrieb bewogen neue Weg zu gehen und ein Agroforstsystem auf 26 ha angelegt.

Dieses wird von der Martin-Luther-Universität wissenschaftlich betreut.

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Wissenschaftliche Begleitung 

In Zusammenarbeit mit der Universität Halle/ Wittenberg werden folgende Untersuchungen durchgeführt:
     - Analyse des Humusgehaltes, Analyse der Bodenfeuchte und der nutzbaren 

        Feldkapazität in verschiedenen Tiefen
     - Photosytheseleistungen und Klimaresilienz der Pflanzen
     - Regelmäßige Bonituren zum Nährstoffmanagement und Beikrautbesatz
     - Mikrobiologische Parameter 
     - Bestimmung der ernährungsphysiologischen Parameter

 

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