Obst- natürlich süß

„An apple a day keeps the doctor away.“ Dieses bekannte Sprichwort wirbt für den täglichen Verzehr von Äpfeln. Doch auch wenn wir durch den täglichen Apfelgenuss wohl kaum vor allen Krankheiten gefeit sind, so haben diese dennoch ein präventives Potenzial. Sie enthalten reichlich Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe und können bei einem regelmäßigen Verzehr Krankheiten, wie z.B. Krebserkrankungen, vorbeugen.


Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine tägliche Verzehrsmenge von mindestens 250g Obst am Tag. Eine Portion entspricht z.B. einem Stück Apfel, Orange, Birne oder Banane oder 2 Handvoll Beeren, einer Handvoll getrockneten Früchten oder 25 g Nüssen.


Die Planetary Health Diet hingegen führt Nüsse separat auf und empfiehlt 50 g davon am Tag, plus 200g weiteres Obst. So kommen wir auch hier wieder auf die empfohlene Mindestmenge von 250 g am Tag.


Äpfel zählen in Deutschland übrigens zu den wirtschaftlich stärksten Obstsorten und sind auch fast das gesamte Jahr über erhältlich. Nur über die Sommermonate ist die Lagerware meist erschöpft.



Definition


Als Obst werden die für den menschlichen Verzehr geeigneten Früchte oder Samen von Bäumen oder Sträuchern bezeichnet. Diese lassen sich botanisch unterscheiden in:

- Kernobst, z.B. Äpfel, Birnen, Quitten, Wildobst

- Steinobst, z.B. Pfirsiche, Nektarinen, Aprikosen

- Beerenobst, z.B. Johannisbeeren, Stachelbeeren

- Schalenobst, z.B. Nüsse

- Exoten und Zitrusfrüchte, Z.B. Orangen, Zitronen, Kiwi, Mango, Papaya, Banane


Hierbei ist der Name selbsterklärend. Im Kernobst sind die Samen im Fruchtfleisch eingeschlossen, beim Steinobst wird der Samen von einem Steinkern umschlossen. Bei Himbeeren oder Brombeeren handelt es sich um Sammelsteinfrüchte, bestehend aus einzelnen Steinfrüchten die sich entlang der Blütenachse ausbilden. Erdbeeren werden der Gattung der Scheinfrüchte zugeordnet, weil der Bildung der Frucht neben dem Fruchtknoten auch die Blütenachse beteiligt ist. Sie tragen ihre Samen an der Außenhaut des Fruchtkörpers. Bei diesen handelt es sich um kleine Nüsschen, weshalb Erdbeeren auch zu den Sammelnussfrüchten zählen.


Auch wenn diese anders gehandelt werden, zählen Früchte wie Tomaten, Melonen und Kürbisse botanisch gesehen nicht zum Obst, sondern zum Fruchtgemüse. Ebenso handelt es sich beim Rhabarber um ein Blattstielgemüse.



Es ist verschiedenes saisonales Obst zu sehen.
Obst am besten saisonal und aus der Region.

Einen Saisonkalender zum Herunterladen findet ihr u.a. hier.


Lagerung

Wie bereits im Beitrag zum Gemüse erwähnt, reifen einige Obst- und Gemüsesorten nach der Ernte nach. Hierfür verantwortlich ist das Pflanzenhormon Ethylen. Dieses sorgt nicht nur für eine nachträgliche Reife der Frucht selbst, sondern kann das Hormon auch in die Umgebung abgeben. Bei nichtnachreifenden Früchten kann dies zu einem schnelleren Alterungsprozess führen. Daher sollten nachreifende und nicht-nachreifende Sorten besser gesondert gelagert werden.


Laut bzfe handelt es sich bei folgenden Früchten und Fruchtgemüse um nachreifende Sorten: Äpfel, Aprikosen, Avocados, Bananen, Birnen, Feigen, Guaven, Heidelbeeren, Kiwis, Mangos, Nektarinen, Pfirsiche, Papayas, Passionsfrüchte, Pflaumen, Tomaten, Wasser- und Honigmelonen.


Als nicht nachreifende Früchte und Fruchtgemüse werden folgende genannt: Ananas, Auberginen, Brombeeren, Clementinen, Erdbeeren, Gemüsepaprika, Granatäpfel, Grapefruits, Gurken, Himbeeren, Kirschen, Limetten, Limonen, Litschis, Mandarinen, Orangen, Trauben und Zitronen.


Frisches Obst ist in der Regel nur wenige Tage haltbar. Eine Ausnahme bilden hierbei Äpfel, die sich mehrere Monate lagern lassen. Es gibt kälteverträgliches und kälteempfindliches Obst. Eine Übersicht darüber welches Obst wie am besten gelagert wird, findet ihr im Kälte ABC der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.


Die Haltbarkeit kann durch Trocknen, Einkochen/Einmachen oder Einfrieren verlängert werden. So halten sich beispielsweise Trockenfrüchte bei kühler und trockener Lagerung bis zu 12 Monate, eingekochte Früchte ca. ein Jahr und tiefgekühltes Obst ca. sechs bis zwölf Monate.


Verlasst euch auf eure Sinne! Schimmliges oder faules Obst sollte nicht mehr verzehrt werden. Auch wenn die Früchte gärig schmecken sollte von einem Verzehr abgesehen werden.


Insbesondere bei Zitrusfrüchten unbedingt auf Bio-Qualität achten

Grundsätzlich empfiehlt es sich beim Obst und Gemüse auf Bio-Qualität zu achten, da diese nicht mit Pflanzenschutzmitteln und Konservierungsstoffen behandelt wurden. Wenn bei Zitrusfrüchten die Schale verwendet werden soll, sollte aber unbedingt auf Bio-Ware zurückgegriffen werden. Denn konventionelle Zitrusfrüchte werden häufig mit Wachsen oder Schellack behandelt, um Wasserverdunstung sowie Schimmelbildung zu verhindern. Dies gilt übrigens auch für anderes konventionelles Obst. Wenn Äpfel z.B. besonders glänzen wurde die Schale meist behandelt. Dieses Obst sollte besonders gut abgewaschen werden.


Verwendung in der Küche

Im Rahmen einer pflanzenbasierten und vollwertigen Ernährung sollten Obst und Gemüse viel häufiger auf dem Teller landen. Obst lässt sich gut als Beigabe im Müsli, (Soja-) Joghurt, als Stückobst, als Kompott, im Obstsalat, aber auch in herzhaften Gerichten verwenden. So eignen sich zum Beispiel Beeren oder Kernobst wie Äpfel als frische Zutat in Salaten.




Literatur zum Weiterlesen:



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