Leindotteröl (Camelina-Öl)

Aktualisiert: Juni 25

Habt ihr schonmal von Camelinaöl gehört? Oder vielleicht von Leindotter? Und nein, hier handelt es sich nicht um das bekanntere Leinöl das gerne dem Müsli oder Salat hinzugefügt wird. Aber es hat ähnlich gute Eigenschaften! Und es hält sich länger!



Leindotter Öl ist regional aus Sachsen-Anhalt erhältlich, z.B. von einem kooperierenden Betrieb aus dem Projekt Zukunftsspeisen: dem Thießener Landhof.
Bio-Camelinaöl vom Thießener Landhof

Gesunde Fette


Der menschliche Körper ist auf die Zufuhr von bestimmten Fettsäuren angewiesen, da er diese nicht selbst bilden kann. Im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung sollte somit auf eine angemesse Fettzufuhr geachtet werden. Dabei spielt vor allem das Verhältnis von Omega-6 und 3 Fettsäuren eine große Rolle. Heutzutage nehmen wir mit unserer Nahrung bereits viele Omega 6- Fettsäuren auf, denn sie sind in vielen Gemüse- und Getreidesorten enthalten und werden auch in industriell hergestellten Produkten häufig in Form von Sonnenblumenöl verwendet. Auch tierische Produkte enthalten häufig sehr viel Omega-6-Fettsäuren. Somit sind wir mit dieser Fettsäure häufig überversorgt.

Daher ist es umso wichtiger auf eine

ausreichende Omega 3 Fettsäuren Zufuhr zu

achten, um ein gesundes Gleichgewicht herzustellen.


Mit Omega-3- Fettsäuren wird häufig die Notwendigkeit des Fischverzehrs assoziiert, dabei gibt es auch einige pflanzliche Quellen, die den Omega-3- Bedarf bei ausreichendem Verzehr adäquat abdecken können.


Dafür sind sowohl Leinöl als auch Leindotteröl geeignete Quellen.



Warum sind Omega-3-Fettsäuren so wichtig?


Omega-3- Fettsäuren haben vielfältige gesundheitsförderliche Eigenschaften. So sind sie z.B.

  • entzündungshemmend

  • wichtig für die Gehirnfunktion

  • wichtig für die Hormonproduktion

  • wichtig für gesunde Bluttfettwerte & das Herz-Kreislauf-System

  • steigern die Immunfunktion

Es soll sich weiterhin positiv auf den Zellstoffwechsel, die Gedächtnis- und Konzentrationsleistung und das allgemeine Wohlbefinden auswirken.


Leindotter vs. Leinöl- was ist der Unterschied?


Leindotteröl und Leinöl- der Name legt nahe, dass es sich hierbei um ein und dasselbe Produkt handeln könnte. Dabei stammen die beiden Öle von zwei verschiedenen Pflanzen ab. Während Leinöl aus den Samen der blaublühenden Leinpflanze hergestellt wird, gehört Leindotter zur Familie der Kreuzblütengewächse, ebenso wie die Raps- oder Senfpflanze.

Dennoch haben sie etwas gemein: den hohen Gehalt an aplha Linolensäure, eine wichtige für den Körper essenzielle Omega-3-FS. Dieser Gehalt fällt bei dem Leindotteröl etwas geringer aus und es enthält zusätzlich Vitamin E, weshalb es mit einer höheren Haltbarkeit punktet.





Leindotter in der Küche


Leindotteröl eignet sich gut für kalte, herzhafte Speisen, wie z.B. als Dressing für Salate. Probiert das Camelinaöl doch mal in diesem leckeren Quinoa-Spargel-Erdbeer-Salat.

Wenn ihr es mit Kräutern, Knoblauch, Chili, Balsamico etwas Senf, Salz und Pfeffer vermischt, habt ihr eine gute Grundlage für ein leckeres Salatdressing. Auch in Pestos, Soßen, Dips oder Brotaufstrichen macht sich das Leindotteröl sehr gut. Kurzum: es ist ein guter Alleskönner in der kalten Küche. Es kann auch gut im Nachhinein auf die gekochte Speise geträufelt werden oder, wie Leinöl auch, über Joghurt oder Obstsalate gegeben werden.


Wer sich also mit dem Geschmack von Leinöl nicht so anfreunden kann, oder einfach mal eine Abwechslung wünscht, sollte Camelinaöl mal ausprobieren!





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