Wahre Sportsbohnen

Auch die Bohne zählt zu den Hülsenfrüchten und weist daher ähnliche Eigenschaften auf: meist hat sie einen hohen Anteil an pflanzlichen Protein, eine Fülle an Vitaminen, Mineral- sowie Ballaststoffen. Das sorgt für langanhaltende Sättigung. Und die Bohnenvielfalt macht es wirklich leicht, dass nicht so schnell Langeweile auf dem Teller aufkommt.


Different kinds of beans on dark background by Tijana Drndarski (unsplash)

Mehr zu den Eigenschaften von Hülsenfrüchten in der Küche findet ihr hier.


Sehr bekannt und beliebt sind z.B. Kidneybohnen, welche eine unerlässliche Zutat im mexikanischen Chili darstellen. Oder auch die Sojabohne, die neben der Verwendung als Viehfutter in der Humanernährung eine wichtige Rolle spielt. Durch ihr hochwertiges Eiweißprofil wird sie gerne für vegetarische Ersatzprodukte oder Milchalternativen eingesetzt. Im asiatischen Raum wird daraus schon lange Tofu hergestellt, der in vielfältigen Gerichten zum Einsatz kommen kann. Doch welche Bohnen gibt es noch und wie unterscheiden sie sich?



Eine kleine Bohnen-Warenkunde

  • Grüne Bohnen: auch als Gartenbohne sehr bekannt und beliebt in der Küche. Unterschieden wird hier zwischen Stangen- und Buschbohnen. Sie sind ein sehr beliebtes Sommergemüse. Sie müssen allerdings immer gegart verzehrt werden, da sie im rohen Zustand giftige Stoffe, wie das Toxin Phasin enthalten. Diese werden im Kochprozess zerstört. Zu den grünen Bohnen zählen auch die Wachsbohnen. Diese können mitunter eine gelbe bis weiße Färbung aufweisen. Aufgrund ihrer zarten Hülsen werden sie auch Butterbohnen genannt und werden gerne für Bohnensalate verwendet. Grüne Bohnen eignen sich gut zum Einlegen, Einkochen oder Einfrieren. So können Sie das ganze Jahr lang vom Sommergemüse profitieren!


Gelbe Wachsbohnen aus dem Zukunftsgarten in Landsberg

Azuki Bohne. Foto by Lukasz Rawa (unsplash)

Azukibohnen: Charakteristisch für diese Bohne ist eine weiße kleine Narbe, welche sie auch gut von der Kidneybohne unterscheiden lässt. Am beliebtesten sind die roten Adzukibohnen, sie sind aber auch in weiß, cremefarben, grauer oder gelber Farbe erhältlich. Die Samen sind recht klein, maximal einen halben Zentimeter lang und weisen abgerundete Ecken auf. Sie enthalten etwa 20% Eiweiß. Durch ihren leicht süßlichen Geschmack werden sie gerne für Süßspeisen eingesetzt- z.B. in Japan als Füllung für Süßigkeiten und Gebäck. Sie schmecken aber auch in Salaten, Suppen oder als Beilage. Ursprünglich stammen die Bohnen aus Mittelchina und werden auch heute noch in vielen asiatischen Ländern angebaut.





Kidneybohnen: vor allem im mexikanischen Chili bekannt. Die Kidneybohne hat einen hohen Anteil an pflanzlichem Protein, viele Ballaststoffe, wenig Fett und dafür einen hohen Gehalt an Magnesium zu bieten. Eine wahre Sportsbohne sozusagen!


Mungbohne. Foto by Mockup Graphics (unsplash)

Mungobohne: die kleinen grünen Mungbohnen werden gerne als Sprossen gezogen, da sie mild nussig im Geschmack sind. Sie hat einen hohen Lysingehalt und damit ein gutes Eiweißprofil. Mungbohnenkeimlinge landen häufig im Wok oder Salatmischungen. Aus dem Mehl werden auch Glasnudeln hergestellt. In Indien wird die Mungbohne gerne zu Dhal verkocht oder als frittierter Snack gegessen.






  • Schwarze Bohne: die kleinen schwarzen edel glänzenden Bohnen weisen ein besonderes Aroma auf und werden daher sogar zum Würzen von Brühen oder Suppen verwendet. Im Inneren sind sie cremig weiß und nehmen das Aroma von Speisen sehr schnell auf. Daher gilt hier erstmal sparsam zu würzen. Auch die schwarze Bohne stellt eine vollwertige Eiweißquelle dar. Außerdem weist sie ein hohen antioxidatives Potenzial auf- zusätzlich unterstützt durch die antioxidativen Antocyanide in der Schale. Was in Deutschland das Brot ist, den Stellenwert hat in Lateinamerika wohl die schwarze Bohne- so ist sie ein häufiger Bestandteil alltäglicher Mahlzeiten, vom Frühstück bis Abendbrot: ob als Bohnenbrei, im Eintopf oder der Tortilla- die schwarze Bohne stellt eine nahrhafte Sättigungsgrundlage dar.


Soja Bohne. Foto by Thomas Kinto (unsplash)

Sojabohne: eine alte Kulturpflanze mit bedeutendem wirtschaftlichem Potenzial. Durch ihr herausragendes Nährstoffprofil wird die Kulturpflanze als Tierfutter eingesetzt und kann zu vielfältigen Produkten weiterverarbeitet werden. Hier ist das Spektrum groß: von Sojaöl über Tofu, Sojadrink, Sojasoße oder unreif geerntete Edamame. Soja ist in der vegetarischen und veganen Küche ein toller alternativer Proteinlieferant! Im asiatischen Raum wird sie gerne zu Suppen oder Eintöpfen weiterverarbeitet.


  • Weiße Bohne: Wie bei schwarzen Bohnen auch ist „weiße Bohne“ vielmehr ein Überbegriff für zahlreiche Bohnensorten. Weiße Bohnen sind sich aber in Aroma, Größe und ihrer mehligen Konsistenz recht ähnlich. Sie sind weit verbreitet und werden in der asiatischen, amerikanischen, aber auch europäischen Küche viel und gerne eingesetzt: hier denkt man schnell an Gigantes in der griechischen Küche oder klassischerweise an Baked Beans auf dem britischen Frühstückstisch.

· Weiterhin gibt es noch die Ackerbohne, Limabohne, Feuerbohne uvm.



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